Jubiläum eines ganz besonderen Projekts

„The Dome of Light“ feiert 10-jähriges Jubiläum

Im Jahr 2018 können wir auf das zehnjährige Bestehen eines Projekts zurückblicken, auf das wir nicht nur besonders stolz sind, sondern das uns auch durch die vielen gewonnenen Erfahrungen bei der Herstellung in unserem Know-how weitergebracht hat. Die Rede ist von „The Dome of Light“, einer monumentalen Installation in einer taiwanesischen U-Bahn-Station, die bis vor kurzem noch als die größte zusammenhängende Bleiverglasung weltweit galt. Gestaltet hat das Werk der 1942 in Rom geborene Künstler Narcissus Quagliata.

Das Konzept des Künstlers

Quagliatas Konzept beruht darauf, den Nutzern der Station mit dem Kunstwerk eine Idee von Menschlichkeit zu vermitteln und die Beziehungen von Mensch zu Mensch, vom Menschen zur Natur, vom Menschen zu allem Übrigen zu gestalten. Wenn dies auf der Erde zusammenkommt und miteinander harmoniert, kann es seiner Ansicht nach weder Hass noch Kriege geben.

Thematisch behandelt der Lichtdom die vier Elemente Wasser, Erde, Licht und Feuer, die vor allem in der Decke zum Ausdruck kommen. Eine wichtige Bedeutung haben aber auch die beiden tragenden Säulen in Blau und Rot, die das chinesische Prinzip von Yin und Yang repräsentieren.

Die Fakten

Die Station Formosa Boulevard befindet sich in der taiwanesischen Stadt Kaohsiung an dem Punkt, wo sich die rote und orangefarbene Linie der U-Bahn kreuzen. Aufgrund der Größe dauerte die Produktion in den DERIX GLASSTUDIOS von 2005 bis 2007.

Die unterirdische Glasdecke des Dome of Light hat einen Durchmesser von 30 Metern und eine Fläche von 670   Quadratmetern. Sie setzt sich zusammen aus 16 Segmenten mit meistens 72 Feldern, also insgesamt  1.137  Einzelfeldern, die aus verschiedenen Glasarten bestehen, darunter ein Drittel mundgeblasenes Lambertsglas®, Float- und Bullseyeglas sowie ebenfalls mundgeblasene Muranorondells. In den DERIX GLASSTUDIOS wurden rund 635 Quadratmeter hergestellt. Bei dem Rest handelt es sich um Fusingelemente aus Mexiko sowie um Rondells aus Murano.

Als Techniken für die Glasbearbeitung kamen Ätzen, Airbrush und Fusing zum Zuge. Der größte Teil der figurativen Malereien stammt aus der Hand des Künstlers selbst, bei einigen Arbeiten – zum Beispiel Airbrush – war er die meiste Zeit zugegen.

Die Grenzen der Glasmalerei wurden neu gesteck

Die Zusammenarbeit mit Narcissus Quagliata war sehr anregend und spannend, aber auch besonders anspruchsvoll. Gemeinsam mit dem Künstler haben wir die Grenzen der Glasmalerei deutlich weiter gesteckt, als das bisher der Fall war, wenn nicht sogar überschritten. Um seine Ideen zu realisieren, mussten wir ganz neue Techniken für Float, Fusing-Scheiben und Echt-Antik entwickeln und in der Praxis umsetzen.

Eine ganz besondere Herausforderung stellte natürlich auch die schiere Größe des Werks dar. Bei 1.137 Feldern, die jeweils aus mehreren Glaselementen zusammengesetzt wurden, waren neben der kreativen und handwerklichen Arbeit die Logistik und Organisation das A und O. So musste beispielsweise jederzeit nachvollziehbar sein, wo sich welches Feld und welches Teilstück zu welcher Zeit befindet. Wurde es gerade zugeschnitten oder bemalt oder schon verbleit? Zeitweise haben wir mehr als 20 Mitarbeiter in das Projekt miteinbezogen, mussten neue Räume für die Bearbeitung und Lagerung bereitstellen sowie ein Konzept für die sehr spezielle Produktionsplanung auf die Beine stellen

Ein Grund zum Feiern

Wie bereits eingangs erwähnt, konnten wir bei der Arbeit an diesem Projekt zahlreiche wertvolle Erfahrungen sammeln, die auch, aber nicht nur mit den reinen Zahlen und der Größe zu tun haben. Für die DERIX GLASSTUDIOS bedeutet der Lichtdom einen Schatz an wertvollen Erinnerungen, das Knüpfen von langjährigen Freundschaften, die bis heute anhalten, sowie Stolz und Dankbarkeit dafür, Teil eines wunderbaren Teams gewesen zu sein.

Das 10-jährige Jubiläum der Fertigstellung ist deshalb ein besonderer Anlass für uns – zu feiern, kurz innezuhalten und stolz zu sein auf das Erreichte, aber auch mit Optimismus in die Zukunft zu schauen, dass wir ein Projekt dieser Art aufgrund von Erfahrung und Know-how bei den DERIX GLASSTUDIOS jederzeit wieder angehen können.

2018-07-23T09:20:25+00:00 29. März 2018|Allgemein|